Eröffnung der Ideen-Werkstatt im Siegerlandmuseum

Am 1. Dezember öffnete das Siegerlandmuseum feierlich die Türen zur neuen Ideen-Werkstatt – einem Raum für kreative Arbeit, welcher ab sofort allen Besuchenden des Museums offensteht. Hier kann man eigene Ideen entwickeln, sich mit anderen austauschen oder einfach in gemütlicher Atmosphäre zur Ruhe kommen und mit den Werkzeugen und Maschinen experimentieren.  

Bis in den späten Nachmittag herrschte reges Treiben: Rund 120 Gäste  druckten Miniaturen von Henner und Frieder mit dem 3D-Drucker, gestalteteten eigene Christbaum-Deko oder bedruckten auch Jutetaschen. Bei warmen Punsch und weihnachtlichem Gebäck gab es viel Austausch.

© Sinan Muslu

Die Ideen-Werkstatt bietet zahlreiche Möglichkeiten für Kreativität und Inspiration. Neben einer breiten Auswahl an Kreativmaterial zum Basteln und einer Siebdruckmaschine, stehen auch moderne Geräte wie 3D-Drucker und ein 100W CO2 Lasercutter für  DIY-Workshops zur Verfügung. Bücher und eine gemütliche Sitzecke laden zusätzlich zum Verweilen und Entspannen ein. Die Werkstatt ist ein Kooperationsprojekt des Siegerlandmuseums mit der Jugendkunstschule Siegen-Wittgenstein.

Wir waren natürlich auch dabei und brachten unser Fab Lab Handbuch mit – wir stehen mit dem Siegerlandmuseum schon länger im Austausch und unterstützen bei dem Aufbau eines Teams im Rahmen unseres vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts EnvironMINT – Gelingensbedingungen guter MINT-Bildung. Unser Train-the-Trainer startete am 21.01.2025 und dauerte knapp eine Woche. Wir freuen uns auf einen weiteren Makerspace in unserer Region, dies wäre der dritte in den letzten 12 Monaten (zuvor ging der Digitalum Bus auf Roadshow und das InnoLab Olpe öffnete ebenfalls).

Die Räume der Ideen-Werkstatt sind während der regulären Öffnungszeiten des Museums für alle Besuchenden frei zugänglich und bieten Raum für kreative Entfaltung. Ansonsten sind jeweils jeden zweiten Samstag im Monat von 13.30–16.00 Uhr coole Angebote zu erwarten.

Zukunft Akademie Workshop Modul 2: Mit Calliope Mini die Zukunft des Programmierens entdecken!

Im Zeitraum von vier Wochen haben wir mit zwölf neugierigen Teenagern ein spannendes Workshop-Modul durchgeführt, bei dem Kreativität, Teamarbeit und Programmierkenntnisse im Mittelpunkt standen. Mit dem Calliope Mini V2 und einer Mischung aus Online- und Offline-Aktivitäten konnten die Jugendlichen spielerisch in die Welt des Computational Thinking eintauchen – und dabei eine Menge Spaß haben!

Das Modul begann mit einer Einführung in Computational Thinking, bei der die Jugendlichen dazu ermutigt wurden, sich die Denkweise eines Programmierers anzueignen. Schlüsselkonzepte wie Zerlegung, Musterverallgemeinerung, Algorithmen und Abstraktion wurden durch interaktive Aktivitäten vermittelt. Die Teenager hatten auch die Möglichkeit diese Konzepte mit der GraviTrax Challenge, welche einen praktischen Zugang zum Lernen bot, zu vertiefen.

In der zweiten Sitzung wurde der Calliope Mini V2 zusammen mit der Gestaltung von Flussdiagrammen und der Programmierbarkeit in MakeCode vorgestellt. Die Teilnehmenden zeigten hier großes Engagement und beteiligten sich aktiv an den Diskussionen und Übungen.

In der dritten Sitzung haben die Jugendlichen in Zweierteams zusammengearbeitet, um puzzlebasierte Programmieraufgaben zu lösen. Diese Zusammenarbeit förderte Teamarbeit und Problemlösungsfähigkeiten. Die Intensität der der Aufgaben steigerte das Engagement der Jugendlichen, sowie ihre Lernergebnisse. Am Ende der Sitzung konnten drei der Jugendlichen in allen Herausforderungen die höchsten Punktzahlen im Workshop erzielen.

Um das Gelernte zu vertiefen, erhielten die Jugendlichen Aufgaben für zu Hause, welche sie mittwochs im Open Lab bearbeiten konnten. Dieses Angebot bot zusätzliche Übungsmöglichkeiten und motivierte durch Bonuspunkte ihre Fortschritte weiter.

Die letzte und abschließende Sitzung dieses Moduls war eine der intensivsten Sitzungen, da die Jugendlichen hier einen iPod mithilfe des Calliope Mini V2 und eines seriellen MP3-Player-Mikrocontrollers programmierten. An diesem fortgeschrittenen Projekt konnte man den Wachstum und die technischen Fähigkeiten der Jugendlichen feststellen. Außerdem fiel uns auf wie die Jugendlichen sich für den Prozess begeistert haben, da hier Spaß und tiefgehendes Lernen miteinander verbunden wurden.

Abschließend zum zweiten Modul kann man das Fazit ziehen, dass dieses spielerische Workshop sowohl theoretische als auch praktische Ansätze effektiv verbindet. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit komplexe Konzepte des Computational Thinking und der Programmierung zu verstehen, während gleichzeitig Kreativität, Teamarbeit und Problemlösungsfähigkeiten gefördert wurden. Das positive Feedback und die erzielten Ergebnisse der Jugendlichen unterstreichen zusätzlich den Erfolg des Programms bei der Vorbereitung der Teilnehmenden auf zukünftige Herausforderungen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Kinderuni 2024 mit „Rubens zum Anfassen“ im Siegerlandmuseum 

Am 24. September präsentierten Marios Mouratidis aus dem Fab Lab gemeinsam mit Dr. Philip Bojahr und Johannes Bade aus dem Siegerlandmuseum „A Touch of Rubens“, ein Transferprojekt gefördert durch das Prorektorat für Internationales und Lebenslanges Lernen. 

Während man die meisten Dinge in einem Museum nicht anfassen darf, ist „A Touch of Rubens“ genau dafür gemacht: Es ist vor allem für jene Menschen gedacht, deren Fähigkeit zu Sehen eingeschränkt ist. Für sie muss es andere Wege geben, um die Ausstellung eines Museums zu erleben. Hierbei wurde das Gemälde „Die günstige Gelegenheit“ des Malers Peter Paul Rubens von einem 3D-Artist zu einem Relief umgewandelt, welches auch sprechen kann. Auf diese Weise erzählt es seine Geschichte, ohne dass man es sehen muss. Im Rahmen der diesjährigen Herbststaffel der Kinderuni Siegen erfahren die Kinder, wie und womit das Relief hergestellt wurde und können das „sprechende Bild“ dann auch selbst ausprobieren.

Die barrierearme, inklusive Vermittlung von kultureller Bildung stellt gerade im Bereich der bildenden Kunst eine besondere Herausforderung dar – steht diese Gattung doch immanent unter dem Primat des Sehens und schließt somit Menschen mit Sehbehinderung aus. Mithilfe von taktilen Interfaces und multimodalen Systemen, können visuelle Werke barrierefrei gestaltet werden. Solche Systeme sind wichtiger Forschungsgegenstand im musealen Vermittlungsbereich und der Wirtschaftsinformatik. Vor diesem Hintergrund forscht das Fab Lab seit Jahren auf den Gebiet der Human Computer Interaction (HCI), im Speziellen im musealen Kontext; so z.B. im Rahmen des Projekts Zeit.Raum Siegen (2016-2018) bei der Entwicklung des interaktiven Stadtmodells oder jüngst bei einem Modellversuch zur Herstellung berührungssensitiver Faksimiles von archäologischen Funden für die Ginsburg in Hilchenbach.

Diese Erkenntnisse wurden in Kooperation mit dem Siegerlandmuseum in die Entwicklung einer Modellanwendung zur multimodalen Vermittlung von Gemälden einfließen. Das Tastrelief zu Peter Paul Rubens Gemälde „Die günstige Gelegenheit“, soll den Symbolreichtum des großformatigen Werks interaktiv und barrierefrei aufschließen. Einzelne Bildelemente (Figuren/Gegenstände) werden durch Druck selektierbar sein, wodurch Audioinhalte zur Erläuterung ausgegeben werden (Text und Klänge). Die Besuchenden erhalten damit über das reine Ertasten hinaus einen inhaltlich-narrativen, sowie atmosphärischen Zugang zum Gemälde, wobei die Räumlichkeit der Bildkomposition erhalten bleibt (im Gegensatz zu einem Audio Guide). Darauf aufbauend steht als Ziel des hier vorgeschlagenen Projekts die Umsetzung einer Modellanwendung für die Erprobung im Besucher:innen-Betrieb. Mit diesem Projekt wird im Fab Lab ein weiterer Forschungszweig eröffnet, um die barrierearme, inklusive Vermittlung von kultureller Bildung und zu untersuchen. Für die zielgruppenspezifische und professionelle Konzeption und Produktion der Inhalte (narrative und auditive Aufarbeitung des Gemäldes) ist Marcel Barion zuständig. Das 3-dimensionale Modell hat Matthias Meyer erarbeitet. Das Exponat wurde von Philip Bojahr, Johannes Bade, Jonas Kosiahn und Marios Mouratidis erarbeitet. „Dieses Projekt steht ganz deutlich für den nachhaltigen Wissenstransfer von der Universität in die Stadtgesellschaft“, erklärt Philip Bojahr, Kurator des Siegerlandmuseums.

Zukunft Akademie

Technik? Kann ich nicht! – Gibt’s nicht!

Werde fit für die Zukunft bei dem Nachmittagsprogramm Zukunft Akademie. Was haben 3D-Druck, programmieren, Löten, Künstliche Intelligenz, Schokolade und Cola gemeinsam?

Finde es bei unserem Fab Lab Kurs über 18 Wochen heraus. Wir erarbeiten gemeinsam Technologien der Zukunft und schließen das Programm mit einer Design Challenge ab. Du erhälst bei erfolgreicher Teilnahme aller Module sogar ein Zertifikat vom Fab Lab der Universität Siegen.

Jetzt im untenstehenden Formular anmelden.
Bei Fragen sendet uns eine E-Mail an .
Alle Aktivitäten finden jeden Montag im Fab Lab Siegen (Sandstraße 26, 57072 Siegen) statt.

Anweisung und Sicherheitsunterweisung (Pflicht):
📅 Datum : 27.09.2024
🕓 Uhrzeit : 16:00 – 18:00 Uhr
👨‍👩‍👧‍👦 Teilnehmer : Jugendliche (12-16 Jahre) und Eltern

Workshop Zeitraum:
📅 Datum : 30.09.2024
📅 Enddatum : 03.03.2025
🕓 Uhrzeit : 16:00 – 18:00 Uhr
👦👧 Teilnehmer : Jugendliche (12-16 Jahre)

Was bietet dir dieser Workshop?

  • Entdecken und Erforschen: Lerne alles über die neuesten Werkzeuge und Technologien: 3D-Druck, Laser, Progammieren, Künstliche Intelligenz, uvm.
  • Praktisch Ausprobieren: Keine langen Vorträge oder Theorie – Wir probieren alles praktisch aus und bauen gemeinsam Dinge.
  • Kreativ: Du gestaltest selbst und kannst Dich kreativ austoben.
  • Gemeinsam: Lerne neue Leute kennen und gestalte gemeinsam mit ihnen coole Dinge!

Wissenswertes:

  • Keine Vorkenntnisse erforderlich, ausser “Ich habe Lust etwas neues auszuprobieren!”
  • Jede Woche Montag um 16:00-18:00 Uhr.
  • Du kannst dann auch jeden Mittwoch zum Open Lab (14-20 Uhr) kommen.
  • Die Workshops finden in englischer Sprache statt.
  • Die Plätze sind begrenzt.

Workshop-Struktur und Zeitplan

DatumModulnr.ModuleSitzungenVoraussetzungenInhalt
27/09/2024M0Anweisung und Sicherheitsunterweisung1Keine– Einführung in das Fab Lab
-Sicherheitsanweisungen
– Einführung in die Werkstatt und Werkstattmodule
30/09/2024 – 07/10/2024M13D printing and 3D modelling2M0– Einführung in 3D-Design und Modellierung
– Einführung in 3D-Drucker und Slicing-Tools
– Praktische Aktivitäten
14/10/24 – 26/10/24Herbstferien
28/10/24 – 18/11/24M2Programming with Calliope mini4M0– Computational Thinking
– Einführung in die Blockprogrammierung
– Einführung in Calliope mini
– Fortgeschrittenes Programmieren mit Pins und externen Sensoren des Calliope mini
25/11/24 – 16/12/24M3Zuckermessung mit dem Photometer4M0, M1, M2– Einführung in die Photometrie
– Rückblick auf Mikrocontroller und Einstieg in Arduino
– Elektronik verstehen und verbinden
– Bau und 3D-Druck eines Photometergehäuses
– Chemische Untersuchung: “Wie viel Zucker ist in Cola-Getränken?”
23/12/2024 – 06/01/2025Weihnachtsferien
13/01/2025 – 03/02/2025M4Storytelling with AI4M0– Einführung ins Storytelling
– Einführung in die KI
– Storytelling mit KI
– Storyboarding & Präsentation
10/02/25 – 03/03/25M5Interactive StorytellingM0, M1, M2, M4– Brainstorming & Ideenfindung
– 3D-Druck von Story-Objekten
– Programmierung & Konfiguration von 3D-gedruckten Objekten mit Calliope mini
– Finalisierung des interaktiven
– Storyboardings & Präsentation der Geschichten

Anmeldeformular

Zukunft Akademie Registration

Das SIEGENIA Technik-Camp geht in die 2. Runde – von Murmelbahnen und MINT

Vom 8. bis 11. Juli 2024 fand das 2. SIEGENIA Technik-Camp im Ausbildungszentrum der SIEGENIA GRUPPE in Wilnsdorf-Niederdielfen statt. 8 Schülerinnen und Schüler der Realschule Niederdielfen haben mit Auszubildenden der SIEGENIA GRUPPE, Team Fab Lab der Uni Siegen und dem FRids e.V. Murmelbahnen gebaut und 3D-gedruckt. Das niederschwellige Angebot sollte für MINT-Themen begeistern und den Kindern technische Berufe näherbringen.

Die Laptops, sowie 3D-Drucker und Satelliten-Internet von Elon Musk wurden hierfür vom Fab Lab in Siegen in das Ausbildungszentrum gebracht, um die nötige Infrastruktur bereitzustellen. Dieses Konzept hat sich beim 1. SIEGENIA Technik-Camp während der Osterferien als sehr erfolgreich erwiesen. An vier Tagen wurden die Kinder von 0 auf 100 gebracht –sie wurden zu Experten und Expertinnen in Themen rund um additive Fertigung, Reverse Engineering und Konstruktion. Das Ganze gestaltete sich rund um den Bau von Murmelbahnen – was tun wenn Teile der Bahn plötzlich fehlen? Mit dem Messschieber musste Maß genommen werden – und zwar auf zwei Nachkommastellen genau. Anschließend wurden die Maße in Papierskizzen festgehalten. Im letzten Schritt wurden die Skizzen in digitale Zeichnungen überführt und  mit dem 3D-Drucker ausgedruckt. 

FRids e.V. unterstützte auch in dieser Runde wieder mit der langjährigen Erfahrung in der Jugendarbeit. Vier tatkräftige Azubis der SIEGENIA GRUPPE betreuten die Kinder und bieteten Orientierung im Ausbildungszentrum. Vor allem Maschinen wie die Bandsäge müssen betreut werden, denn es geht nicht ausschließlich um 3D-Druck. Das gesamte Ausbildungszentrum konnte zur Lösung der Aufgaben genutzt werden. Das Team des Fab Labs an der Uni Siegen untersuchte im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes „EnvironMINT“ die Gelingensbedingungen guter MINT-Bildung. „Wir möchten coole MINT-Formate in der Region ermöglichen, welche niederschwellig Zugang zu technischen Themen bereiten und zumindest nicht offensichtlich mit „lernen“ zu tun haben. „Die Kids lernen bereits genug in der Schule“ meint Marios Mouratidis, Leiter des Fab Labs der Uni Siegen. Die Partner legten bei diesem Format großen Wert auf selbstbestimmtes, problemlösendes und auch kreatives Handeln der Teilnehmenden. Während die Grundlagen bereits nach 1-2 Tagen vermittelt wurden, konnten die Jugendlichen anschließend die weitere Zeit kreativ nutzen und eigene Bauteile für die Murmelbahnen herstellen. 

Am letzten Tag des Technik-Camps fand eine Abschlussveranstaltung statt, zu der die Eltern der Teilnehmenden eingeladen waren. Hier hatten die Jugendlichen dann die Möglichkeit, ihre Ergebnisse zu präsentieren.

© SIEGENIA GRUPPE

Das Technik-Camp wird in Kooperation von Nina Herter und Sven Wiechmann von der SIEGENIA GRUPPE, Marios Mouratidis, Leiter des Fab Labs der Universität Siegen und Ulrike Monreal vom FRids e.V. durchgeführt. Die Partner planen auch in Zukunft in Siegen-Wittgenstein MINT zu fördern.

Am Donnerstag den 11. Juli waren die Eltern der Teilnehmenden zu Ergebnispräsentationen eingeladen. 

Das 1. SIEGENIA Technik-Camp – Jugend für MINT begeistern

In der ersten Woche der Osterferien, vom 25. bis 28. März, fand das 1. SIEGENIA Technik-Camp in dem Ausbildungszentrum der SIEGENIA GRUPPE in Wilnsdorf statt. Gemeinsam mit unseren Partnern SIEGENIA und dem FRids e.V. haben wir 11 Schüler:innen den 3D-Druck beigebracht. Wie das geht? Man nehme das Fab Lab mit unseren 11 bereitgestellten Schulungslaptops, würzt das Ganze mit dem FRids e.V. und ihrer langjährigen Erfahrung in der Jugendarbeit und mischt dann noch die ”Fantastic Four”, die vier motivierten Azubis der SIEGENIA GRUPPE, darunter.

Die SIEGENIA-Gruppe vor der spannenden Werkstattführung. © SIEGENIA GRUPPE

Die Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse der Realschule Niederdielfen haben Grundlagen der 3D-Modellierung und des 3D-Drucks gelernt. Zuerst wurden Murmelbahnen gebaut, anschließend wurden kompatible Ersatzteile konstruiert und daraufhin gedruckt. Um die Teile zu konstruieren, musste erstmal mit dem Messschieber Maß genommen und die Teile auf Papier vorskizziert werden. Vier tatkräftige Azubis der SIEGENIA GRUPPE erklärten den Teilnehmenden wie so ein Messschieber funktioniert – präzise messen auf’s Zehntel genau. Über die nächsten Tage wurden weitere Figuren und Hindernisse selbstständig am Computer entworfen und mit dem 3D-Drucker hergestellt. Die Teilnehmenden erhielten dazu eigene Laptops, 3D Drucker und Messwerkzeug. Die gedruckten Bauteile wurden in die Murmelbahn integriert und es blieb noch Zeit, um Ostergeschenke herzustellen.

Die ”Fantastic Four” sind angehende Mechatroniker, welche zuvor Grundlagen der additiven Fertigung bei unserem ”Train-the-Trainer” Workshop im Fab Lab Siegen gelernt haben. Den Spitznamen haben die Azubis übrigens von den Teilnehmenden erhalten.

Am letzten Tag des Technik-Camps wurden die Eltern der Teilnehmer zur Abschlussveranstaltung eingeladen. Bei einer kurzen Foto-Präsentation haben die Teilnehmenden mit den Organisatoren Nina Herter, Sven Wiechmann, Ulrike Monreal und Marios Mouratidis, den Eltern und der Presse, vom Technik-Camp und dem Gelernten der vergangenen Tage erzählt. Anschließend hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Projekte, an denen sie die ganze Woche gearbeitet hatten, zu präsentieren. Wie funktioniert der 3D-Drucker? Was ist der Block des Todes? Und wie sieht ein 3D-Druck von innen aus? Das waren einige Fragen, die beantwortet werden konnten.

In den Sommerferien geht es weiter. Da findet das 2. Technik-Camp statt. Wir freuen uns mit der SIEGENIA GRUPPE und FRids e.V (und vor allem auch dem LIONS-Club, der diese Kooperation angestossen und unterstützt hat) erfahrene und motivierte Partner für die MINT-Förderung in Siegen-Wittgenstein gefunden zu haben.

© SIEGENIA GRUPPE

Train-The-Trainer-Workshop für SIEGENIA-Auszubildende im Fab Lab Siegen

Vom 25. bis 28. März wird im SIEGENIA Ausbildungszentrum ein Technik-Camp stattfinden, das wir gemeinsam mit der SIEGENIA GRUPPE und FRids e.V. auf die Beine stellen. Das Technik-Camp soll SchülerInnen aus der Region die Gelegenheit bieten, die Grundlagen der 3D-Modellierung und des 3D-Drucks zu erlernen.

Um die SchülerInnen bestmöglich betreuen zu können, wurden letzte Woche hier im Fab Lab sieben motivierte Auszubildende, die bei SIEGENIA in den Fachbereichen Werkzeugbau und Mechatronik tätig sind, im Rahmen eines Train-The-Trainer-Workshops in den 3D-Druck eingeführt. Unsere beiden Kollegen, Marios Mouratidis und Jonas Kosiahn, vermittelten den Auszubildenden innerhalb von zwei Tagen, wie die Technologie funktioniert und wie man selbst eigene Modelle konstruieren und drucken kann.

Zu Beginn des Workshops bekamen die Auszubildenden eine Einführung in die Grundlagen des 3D-Drucks und die Modellierungssoftware TinkerCAD. Darauf baute ihre erste eigene Aufgabe auf, bei der sie selbstständig SIEGENIA-Schlüsselanhänger in TinkerCAD modelliert und danach gedruckt haben.

Im Anschluss daran haben sich die Auszubildenden mit einem Kugelbahnsystem beschäftigt und Ersatzteile konstruiert und gedruckt. Die Auszubildenden hatten die Aufgabe, einzelne Teile der Kugelbahn in TinkerCAD nachzubauen und anschließend mit unseren 3D-Druckern anzufertigen. Durch die praxisnahe Herangehensweise im Workshop konnten die Auszubildenden die erworbenen Kenntnisse direkt anwenden und sind nun fit für das Technik-Camp!

Wir sind froh, die MINT-Bildung in der Region mit unseren Kollaborationspartnern, der SIEGENIA GRUPPE und FRids e.V., fördern zu können. Uns hat der Workshop sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns darauf, zu sehen, wie die Auszubildenden ihre neu erlernten Fähigkeiten beim bevorstehenden Technik-Camp an die SchülerInnen weitergeben!

DRK x Fab Lab Siegen: 3D-Druck und Robotik Workshops für Jugendliche!

Das Fab Lab Siegen ist nicht nur ein Raum für Kreation, sondern auch für Wissenstransfer. In unserem Fab Lab möchten wir allen Menschen den Zugang zu Technologie und Wissen ermöglichen. Seit Mitte Januar 2023 heißen wir einmal die Woche – freitags von 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr – jugendliche Flüchtlinge aus der Ukraine willkommen.

Gemeinsam probieren wir verschiedene Technologien aus. Bisher haben wir uns mit 3D-Druck, Laserschneiden und Robotik befasst sowie Programmieren mit dem Calliope Mini gelernt und einen Computer-Workshop durchgeführt, bei dem die Jugendlichen einen PC auseinander- und wieder zusammengebaut haben. Durch praktische Aktivitäten wie das Modellieren mit Play-Doh, Tinkercad-Design-Sessions und 3D-Druck-Projekte können die Jugendlichen ihre Ideen in die Realität umsetzen. Die Kreationen reichen von Schutzgehäusen für den Calliope-Mini-Mikrocontroller über Ringe mit Batman-Motiven und stilvolle Schlüsselanhänger bis hin zu in Feinarbeit angefertigten Miniaturautos.

Mithilfe eines digitalen Galgenmännchen-Spiels, das Hina Firdaus konzipiert und entwickelt hat, konnten wir den Jugendlichen grundlegende Mikrocontroller-Programmierkenntnisse vermitteln. Diese ersten Erfahrungen ebneten dann den Weg dafür, ihnen weitere Programmierkonzepte wie Loops, Conditional Statements und Variables näherzubringen.
Mit diesem Wissen konnten spannende Projekte wie bspw. ein mit Lichtsensoren ausgestatteter Roller, eine funktionale Ampelsimulation oder sogar ein auf Programmiereingaben reagierendes Miniaturklavier realisiert werden.

Dank der Förderung durch die Bürgerstiftung Siegen konnten wir diese Workshop-Reihe in enger Zusammenarbeit mit dem DRK Kreisverband Siegen-Wittgenstein e.V. organisieren und durchführen. Bislang haben wir mehr als 35 Sessions durchgeführt, in denen wir 20 begeisterten TeilnehmerInnen verschiedenste Technologien näherbringen konnten.

Die Workshops werden von unserem Team, insbesondere Hina Firdaus und Marios Mouratidis, angeleitet. Darüber hinaus haben wir engagierte Freiwillige, unter anderem die ehrenamtlichen ÜbersetzerInnen Anastasiya Nazarava, Gkiorgki Tataridis und Sonal Seth, aber auch technische Unterstützung von Florian Anderes und Mallikarjuna Reddy. Sie unterstützen uns tatkräftig und sorgen dafür, dass die TeilnehmerInnen ein angenehmes und inklusives Lernerlebnis haben.

In unserem Fab Lab engagieren wir uns dafür, eine sichere Umgebung zu schaffen, in der Menschen mit uns gemeinsam lernen und wachsen können.
Wir freuen uns auf die kommenden Wochen! Wenn Du Interesse hast, mitzuwirken, melde Dich gerne per E-Mail bei Sara Schneider (). Wir suchen noch weitere HelferInnen, die das Programm mit uns gestalten möchten.

Spannende Fab-Lab-Workshops bei den MINT-Mitmachtagen 2023

Vom 12.-14. September 2023 fanden die MINT-Mitmachtage statt, bei denen SchülerInnen aus der Region die aufregende Welt der MINT-Bereiche (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) näher kennenlernen konnten. Natürlich lassen wir uns die Möglichkeit, an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen, nicht entgehen! Denn uns ist es sehr wichtig, MINT-Bildung zu fördern und SchülerInnen zu zeigen, wie spannend diese Bereiche sind und welche beeindruckenden Dinge man selbst gestalten und erschaffen kann. Schon oft hatten wir die Gelegenheit, mit Schulen zusammenzuarbeiten und unser Fab Lab als außerschulischen Lernort zur Verfügung zu stellen. Dies ermöglicht SchülerInnen, interessante neue Technologien kennenzulernen und eigene kreative Projekte in die Realität umzusetzen.

Für die MINT-Mitmachtage haben wir zwei spannende Workshops für die SchülerInnen vorbereitet: sie hatten die Gelegenheit, Mikrocontroller-Programmierung mit einem Calliope Mini Kit zu erlernen oder in die Welt des 3D-Drucks einzutauchen.

Der 3D-Druck-Workshop begann mit einer Einführung, in der unter anderem der Aufbau eines 3D-Druckers sowie additive Fertigungsverfahren, d.h. der Prozess, bei dem ein Modell Schicht für Schicht aufgebaut wird, erklärt wurden. Anschließend haben wir den SchülerInnen die Grundlagen des 3D-Modellierens und des Druckablaufs vermittelt und ihnen die Modellierungssoftware TinkerCad vorgestellt. Diese ist kostenlos und Open Source, wodurch die SchülerInnen bspw. dazu in der Lage sind, eigenständig Zuhause weiter zu modellieren. Danach waren sie bestens vorbereitet, um selbst aktiv zu werden. Sie konnten ihre eigenen Schlüsselanhänger entwerfen und im Anschluss selbst dreidimensional im DIGITALUM Bus mithilfe unserer Prusa i3 MK3S und MK3S+ drucken. Außerdem hatten sie die Möglichkeit, sich verschiedenste Technologien im Bus, z.B. eine Virtual-Reality-Station, eine Tiefziehmaschine, ein Laserschneider, ein Plotter oder auch eine Lötstation, anzuschauen.

Im Workshop, der sich mit dem Thema Mikrokontroller-Programmierung befasste, lernten die SchülerInnen, wie sie einem Mikrocontroller mittels Block-Code Anweisungen geben können. Wir haben ihnen die Bedeutung des Programmierens verdeutlicht und gezeigt, wofür es eingesetzt werden kann, beispielsweise für die Erstellung von Webseiten und die Entwicklung von Betriebssystemen. Elektronische Geräte wie Handys und Waschmaschinen oder auch Ampeln funktionieren nur aufgrund ihrer Programmierung. Außerdem wurden ihnen grundlegende Algorithmen und der wissenschaftliche Hintergrund des Programmierens spielerisch nähergebracht. Im praktischen Teil des Workshops konnten die Kinder selbst etwas mit dem Calliope Mini Kit programmieren. Dazu wurden die Mikrocontroller verbunden und die Browser-Version des dazugehörigen Programmes „Open Roberta Lab“ geöffnet. Die SchülerInnen konnten wählen, ob sie im Rahmen des Workshops eine Ampel oder ein Mini-Klavier programmieren wollten, hatten jedoch auch die Freiheit, eigene Ideen einzubringen und umzusetzen.

Insgesamt haben über 1000 Kinder an den MINT-Mitmachtagen teilgenommen. Wir möchten dem Regionalen Bildungsbüro des Kreises Siegen-Wittgenstein herzlich für die Organisation danken. Uns hat die Veranstaltung großen Spaß gemacht und wir hoffen, dass wir viele SchülerInnen für die spannende Welt der MINT-Bereiche begeistern konnten!

Projekttag mit dem Gymnasium auf der Morgenröthe

Am 15. September war einiges los bei uns im Fab Lab: wir hatten wieder Besuch von OberstufenschülerInnen des Gymnasiums auf der Morgenröthe. Sie haben den Vormittag gemeinsam mit ihrem Lehrer, Stefan Schramm, im Rahmen eines Projekttages hier im Lab verbracht. Der Anlass dafür war das Schulfest zum 50-jährigen Jubiläum ihrer Schule, für das jede Klasse einen Stand vorbereiten sollte.

Die OberstufenschülerInnen hatten sich daher überlegt, dort ein Glücksradspiel mit Preisen anzubieten. Um ihre Idee hier im Lab planen und umsetzen zu können, wurden die SchülerInnen in drei Gruppen aufgeteilt.

Die erste Gruppe übernahm die Aufgabe, verschiedene Preise für das Glücksradspiel zu entwerfen und zu drucken. Hier kamen unsere 3D-Drucker für die Produktion zum Einsatz. Gedruckt wurden unterschiedliche Schlüsselanhänger sowie Einkaufswagenchips.

Die zweite Gruppe hat das Glücksrad entworfen und gebaut. Produziert wurde es auf unserer großen CO2 Laserschneidemaschine. Die letzte Gruppe hatte die ebenso wichtige Aufgabe, den gesamten Projekttag zu dokumentieren. Von einer Lab Tour über den 3D-Druck Prozess bis hin zum Laserschneiden wurde alles in Form eines Videos festgehalten. Dies könnt ihr euch hier anschauen:

Insgesamt war es ein gelungener Projekttag mit tollen Ergebnissen! Es war schön, zu sehen, wie engagiert und kreativ die SchülerInnen die Aufgaben gemeistert und wie gut sie als Team zusammengearbeitet haben. Wir freuen uns darüber, dass wir die SchülerInnen bei den Vorbereitungen für das Schulfest zum 50-jährigen Jubiläum des Gymnasiums auf der Morgenröthe unterstützen konnten und hoffen, das Fest war ein voller Erfolg!