Meet ‘n’ Match – Dein Türöffner zum Job in Südwestfalen

11.05.2021 mit der Lachmann & Rink GmbH in Freudenberg und Dortmund

Am 11. Mai heißt es bereits zum sechsten Mal “Meet ‘n’ Match – Dein Türöffner zum Job in Südwestfalen”! Software-Interessierte aus den folgenden Bereichen sind hier genau richtig 

  • Informatik
  • Software-Entwicklung
  • Elektrotechnik
  • Physik
  • Quereinstieg
  • Autodidaktik

Denn der Gastgeber Lachmann & Rink GmbH mit Standorten in Freudenberg und Dortmund hält viele Angebote für euch bereit. ➡️ Abschlussarbeiten, Werkstudierendentätigkeit oder einen direkten Berufseinstieg!
Im Rahmen des 90-minütigen Online-Formats können die Teilnehmerinnen einen Blick hinter die Kulissen des größten, südwestfälischen Softwaredienstleisters mit Industriefokus werfen und vielleicht sogar ihren Traumjob in der Region finden. 🕵️🔜🎉 👉
Infos und Anmeldemöglichkeit der Veranstaltenden: https://match-suedwestfalen.com
Es wird darum geben sich bitte bis spätestens einen Tag vorher anzumelden, damit das Event besser geplant werden kann. 🙏
Was euch erwartet? Bei Meet ‘n’ Match kommen Studierende, Absolventinnen und Unternehmen digital und in entspannter Atmosphäre zusammen. 

🏢 Digitale Unternehmenstour
💬 Peer-Networking mit Mitarbeiter*innen
👩‍Speed-Dating-Interview (optional)

26.05.2020 mit der Infineon Technologies AG in Warstein

Am 26. Mai heißt es bereits zum siebten Mal “Meet ‘n’ Match – Dein Türöffner zum Job in Südwestfalen”! Interessierte aus den folgenden Bereichen sind hier genau richtig 

  • Elektrotechnik
  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Physik
  • Maschinenbau
  • Chemie
  • Informatik

Denn der Gastgeber  Infineon Technologies AG am Standort Warstein hält viele Angebote für euch bereit. ➡️ Praktikum, Abschlussarbeiten, Werkstudierendentätigkeit oder einen direkten Berufseinstieg!
Im Rahmen des 90-minütigen Online-Formats können die Teilnehmerinnen einen Blick hinter die Kulissen des größten, südwestfälischen Softwaredienstleisters mit Industriefokus werfen und vielleicht sogar ihren Traumjob in der Region finden. 🕵️🔜🎉 👉
Infos und Anmeldemöglichkeit der Veranstaltenden: https://match-suedwestfalen.com
Es wird darum geben sich bitte bis spätestens einen Tag vorher anzumelden, damit das Event besser geplant werden kann. 🙏
Was euch erwartet? Bei Meet ‘n’ Match kommen Studierende, Absolventinnen und Unternehmen digital und in entspannter Atmosphäre zusammen. 

🏢 Digitale Unternehmenstour
💬 Peer-Networking mit Mitarbeiter*innen
👩‍Speed-Dating-Interview (optional)


Informationen und Inhalte stammen nicht vom Fab Lab Siegen

Das Fab Lab zieht um

Das Fab Lab Siegen hat neues Zuhause. Trotz Stillstand geht es weiter, weiter in die Sandstraße 26 an Reichwalds Ecke für uns. In den letzen Wochen haben wir alle Sachen im Fab Lab gepackt und in die neuen Räume, nur ein paar Straßen weiter, auf der anderen Seite des Flusses wieder ausgepackt. Pandemiebedingt keine leichte Aufgabe.

Um die 90 Umzugskartons, in Summe 9.000 Liter an rollbaren Transportcontainern und jede Menge Möbel und Maschinen – 7 LKW-Ladungen. Nicht alles passte dabei durch die Tür. Den Laser musste uns ein Teleskopstapler in den ersten Stock unseres neuen Zuhauses hieven. Viel haben wir am neuen Standort in Wechselschichten und natürlich mit FFP2-Masken schon ausgepackt und aufgebaut. Wir arbeiten jetzt an einer ersten Version des Labors, aber neue Räume wollen angeeignet werden. Und da sind wir auf euch, unsere Community angewiesen, die wir bekanntermaßen leider seit fast einem Jahr nicht ins Lab lassen können. Wir sind darüber sehr traurig, aber freuen uns schon auf eine Zeit, die gemeinsames Erfinden, Reparieren und Bauen von Dingen wieder möglich macht.

Ein bisschen Geschichte

Angefangen hat alles 2014 am Hölderlincampus, in einem Raum, den man ohne schlechtes Gewissen als Abstellkammer bezeichnen kann. Dann ging es 2015 weiter ins alte Krankenhaus am Unteren Schloss (heute: Ludwig-Wittgenstein-Haus) in ein schon etwas größeres Labor mit circa 50 Quadratmetern. Von dort konnten wir nach ca einem Jahr weiterziehen, denn man hatte für uns aus der alten Krankenhausküche im gleichen Haus ein fast schon steriles, neues, viel größeres Labor mit zwei Räumen hergerichtet. Spätestens als Freitags zum Open Lab regelmäßig nur noch Stehplätze frei waren, da war klar, dass etwas Größeres her musste. 2018 konnten wir dann in das bereits für den Abriss vorgesehene Herrengartengebäude ziehen. Das “Lab in der Stadt” wurde Realität. Aber eben mit der Auflage auch irgendwann wieder auszuziehen. Ein Gebäude, das dem Abriss geweiht ist hat natürlich seine Vor- und Nachteile. Man kann (fast) alles machen, was man will, aber man muss auch irgendwann wieder raus. Und soweit war es nun, Anfang 2021 hieß es: jetzt ist Ende. Und so sind wir froh, dass wir nun in der Sandstraße 26 ein neues Zuhause gefunden haben. Mal schauen, wie lange wir nun hier verbleiben können. Es gefällt uns jedenfalls schon sehr gut. Unsere direkten Bürogenoss:Innen mit Expertise in Gründung, Transfer und Innovation – scheinen uns eine vielversprechende Ergänzung zum Fab Lab zu sein.

Doch jetzt gilt es erstmal diese Pandemie in den Griff zu bekommen. Wir freuen uns, euch möglichst bald alle gesund begrüßen zu dürfen. Wenn es soweit ist erfahrt ihr es auf fablab-siegen.de!

So findet ihr uns

Unsere neue Adresse:
Fab Lab Siegen (erster Stock)
Sandstraße 26
57072 Siegen

Anfertigung eines Prototypen für eine Biegemaschine (Masterarbeit Maschinenbau)

Im Rahmen meiner Masterarbeit am Lehrstuhl für Mikro- und Nanoanalytik in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Umformtechnik an der Universität Siegen habe ich eine Biegemaschine für plastische Umformungen im Rasterelektronenmikroskop entwickelt und anschließend in Betrieb genommen.

Mit der Biegemaschine sollen Dreipunktbiegeversuche für die Untersuchung der Rissentstehung von Biegeproben durchgeführt werden um Werkstoffe bei der Biegeumformung besser ausnutzen zu können. Umformprozesse werden bei der Herstellung von Produkten vieler Bereiche des täglichen Lebens verwendet: Autos, Flugzeuge, Schiffe, Rohrleitungen, Blechumformung und viele mehr.

Für eine genaue Untersuchung der Biegeproben während des Biegeversuchs habe ich die Biegemaschine passend für das Rasterelektronenmikroskop (REM) gebaut. Da in einem Rasterelektronenmikroskop nur wenig Platz zur Verfügung steht musste die Maschine relativ klein und leicht sein – sie passt auf eine Handfläche. Erste Biegeversuche im REM wurden bereits durchgeführt.

Rapid Prototyping

Während der Konstruktionsphase habe ich 3D-Druck als ein Rapid Prototyping-Verfahren eingesetzt. Dieses Verfahren hat gegenüber den spanenden Fertigungsverfahren den Vorteil der schnellen Fertigung von Teilen auf Basis von CAD-Modellen. Der erste Prototypen im Maßstab 1:1 wurde während eines Planungs- und Entwicklungsprojektes, ebenfalls im Rahmen meines Studiums konstruiert und 3D-gedruckt.

Besonders zu Beginn des Projektes war es wichtig, schnell eine gute Vorstellung von den realen Abmessungen der später zu fertigenden Bauteile zu erhalten. Dank der freundlichen Unterstützung des Fab Labs in Person von Fabian Vitt konnten die benötigten Bauteile schnell und problemlos gedruckt werden. Ein weiterer Vorteil der Prototypenfertigung mittels 3D-Druck ist die Möglichkeit der Präsentation der Bauteile bei Besprechungen im Maßstab 1:1. So können sich alle Anwesenden durch die 3D-Ausdrucke ein sehr gutes Bild von Form und Details des später zu fertigenden Bauteils machen. Dies ist bei den sonst oft verwendeten ausgedruckten Konstruktionszeichnungen weniger gut möglich. Das 3D-Prototyping kann zu neuen Anpassungsideen führen und das Erkennen nötiger Optimierungen erleichtern.

Ein kurzes Animationsvideo des Biegeprozesses:
https://lmn.mb.uni-siegen.de/in-situ-em/

Ein Kinderbuch, oder: Plastik sparen, 3D-Drucke neu starten

Während des Sommersemester 2020 gab es im Fab Lab einen Drucker, der konstant zum Testen abbestellt war. Der Drucker mit dem Namen “Hades” hatte als Auftrag für ein Kinderbuch als Versuchsobjekt zu dienen. Doch was hat ein Kinderbuch mit hochexperimentellen, Plastik spaarenden Techniken zu tun? Holen wir etwas aus.

Anfang dieses Sommersemesters, beschloss ich, ein Kinderbuch für 3D-Drucker zu entwickeln. Gemeinsam mit meinem Kommilitonen C. Ajiboye wurde daraus ein Handbuch das auf der einen Seite eine Geschichte erzählt, eine von Ursa, einem Mädchen, das den 3D-Druck durch “Learning By Doing” erforscht. Auf der anderen Seite standen dann jeweils Erklärungen wie Probleme die Ursa findet und welche Lösungsansätze sie dafür jeweils nennt.
Doch die letzte Seite war besonders:

In diese Seite war ein WLAN-fähiger (ESP32) Mikrocontroller eingebettet. Dieser konnte über seine Touchpins Berührungen fühlen. Diese Pins habe ich anschließend an Kupferflächen angelötet und unter der Seite versteckt. Einen Laserschnitt später sah man die Kupferflächen durchscheinen.

Dank dieser Flächen war es nun möglich dem ESP32 Befehle zu geben. Und Dank der Octoprint-Server war es dann möglich, den Druckern Befehle zu geben. Ja, ihr lest richtig, dieses kleine Buch hat eine Fernsteuerung für einen 3D-Drucker integriert.

Doch wozu das alles?

Einen 3D-Druck neu zu starten ist keine einfache Aufgabe, bisher gibt es unter sämtlichen Octoprint Plugins kein einziges das sich diese Aufgabe traut. Die Folge davon ist, dass beim Scheitern eines Drucks, welches die Sensoren nicht bemerken viel Zeit, manchmal Tage und auch bis zu kiloweise Plastik verloren gehen. Mit diesem Buch sollte das verhindert werden.

Ein Buch hat viele Vorteile: es ist schnell zur Hand, liegt oft da, wo man es haben möchte und die Software ändert sich nicht viel. Auch ist es leichter als ein Laptop und damit handlicher in der Bedienung. Noch dazu muss man es nicht hochfahren oder vorkonfigurieren. Das Interface ist einfach da.

Aber wie startet man jetzt mit einem Buch einen Druck neu?

Ein 3D-Druck ist gespeichert in Maschinencode. Dieser “Code” wird Zeile für Zeile geschrieben und nachher Zeile für Zeile ausgeführt. Also stellt eine Gruppe von Zeilen eine Schicht dar, denn ein 3D-Druck wird Schicht für Schicht ausgeführt. Scheitert nun ein 3D-Druck an einer Stelle könnte man die Befehle ab dieser Stelle erneut ausführen lassen. In der Datei, wie auch im realen Druck definiert sich dafür eine exakte Höhe. Diese Höhe könnte man zwar messen, doch weder mit dem Auge noch mit einem Lineal findet man diese Höhe genau. Mit dem 3D-Drucker selbst hingegen kann man die Höhe genau finden. Wie beim Kalibrieren alter 3D-Drucke kann man nun mit einem Stück Papier und der Spitze auf unter 0,1mm genau feststellen,wo ein Druck gescheitert ist. Man fährt also mit dem Buch in der Hand die Düse exakt über den Druck, fährt sie ganz langsam herunter und versucht mit einem dazwischengelegten Papier zu ertasten, ab wann die Düse den Druck berührt.

Der Drucker weiß dann, wenn er noch referenziert ist genau wo sich diese Düse befindet. Anhand dieser Höhe wird dann der Code aufgeteilt, die nötigen Initialschritte werden ausgeführt und dann druckt der Drucker wieder als hätte er nie aufgehört.

Ich will das auch

Nach diesem Semester habe ich nun die Zeit gefunden dieses Projekt als Plugin für Octoprint zu entwickeln. So braucht man kein eigenes Buch und kann es im Webinterface ausprobieren. Doch VORSICHT! Dieses Plugin ist hochgradig experimentell und hat auch schon einmal für die Beschädigung eines 3D-Druckers gesorgt. Ich übernehme keine Garantien oder Verantwortung für zukünftige Schäden und rate dazu immer mit der Hand über dem Notschalter zu schweben bis die erste Ebene wieder druckt und man sicher ist dass der Drucker an der richtigen Zeile arbeitet.

Euer Gerrit.

Willkommen Erstis!

Liebe Erstis, schön, dass ihr an die Uni Siegen gefunden habt. Bei uns im Lab könnt ihr verrückte Dinge erschaffen. Der folgende Text erschien leicht abgewandelt in der ESE-Zeitung des GG LaBaMa für das Wintersemester 2020/21.

Hier könnte nun ein förmlicher Text stehen, der beschreibt was ein Fab Lab ist, was man bei uns im Fab Lab für Technologien vorfindet, was das Fab Lab mit einer Uni zu tun hat und warum eigentlich “Fab Lab?!”. Aber ich denke, ihr seid alle in der Lage fablab-siegen.de in euren Browser einzugeben und euch dort selbst draufzuschaffen, was wir als Fab Lab der Uni Siegen zu bieten haben. Deshalb spar ich mir das hier. Nur so viel: Das Fab Lab ist ein offenes Kreativlabor der Uni mit ganz vielen unterschiedlichen Maschinen wie 3D-Drucker, Laserschneider, CNC-Fräse und und und. Wenn nicht Corona ist kann jede und jeder zu uns kommen und coole Dinge tun.

Fab Lab Siegen: Die offene Kreativwerkstatt der Uni Siegen
Eine Kurzvorstellung des Labs.

Der Einfall für diesen Text kam mir unter der Dusche. Ich hab mich gefragt, was von unseren vorgefertigten Textbausteinen über das Lab ich wohl an die Redaktion der ESE-Zeitung schicke, damit die Erstis wissen, dass es das Fab Lab gibt. Und dann fiel mir eine Mail von “nanooq” ein, der ankündigte, dass er für das Hasi einen Text für diese Zeitung schreiben wird. Was das Hasi ist, steht (vermutlich) in seinem Text, der ebenfalls in dieser Veröffentlichung abgedruckt ist. Wer nanooq ist, werdet ihr vielleicht nie erfahren. Oder er taucht unvermittelt in eurem Leben auf, weil ihr einen Fuß in die Siegener “Szene” gesetzt habt. Dann: alles Gute! Naja und weil ich nanooq schon etwas kenne und auch seine Texte und Geschichten über die Szene, schien mir ein förmlicher Text über die Inneneinrichtung und die wissenschaftliche Ausrichtung des Fab Labs ein bisschen altbacken. Das glitzernde Hasi (Ja der Artikel ist korrekt gewählt!) und nanooqs Wortgewanntheit werden das Fab Lab alt aussehen lassen. Also versuche ich mich halt mal.

Oft werdet ihr im Laufe eueres Studiums sicher die Frage hören: “Aber warum Siegen?”.
Und ihr geratet vielleicht in Erklärungsnot: “Weil es hier so schön grün ist!”, oder “Weil ich hier Seminare über Harry Potter besuchen kann…!”.
Bei mir war eher das Fab Lab (und ein ausgefallener Studiengang) ein ausschlaggebender Grund. Denn in so einem Fab Lab kann man nicht nur bestimmte Maschinen erwarten, sondern auch einen bestimmten Schlag Menschen. Weltoffene, bunte, kreative, verrückte intergalaktische Kreaturen.

Ich hab mich unter anderem dafür entschieden in Siegen zu studieren, weil ich beim Besichtigen der Uni (ja solche Streber gibt es) vom damaligen Tutor der HCI-Studierenden (HCI steht für Human Computer Interaction. Für was Human Computer Interaction steht….ach duckduckgoed es doch selbst.) auch in ein kleines Labor geführt wurde, in dem mein jetziger Arbeitskollege Marios vertieft über eine Microcontroller-Schaltung gebeugt saß. Mir wurde der Raum als “Fab Lab” vorgestellt.
“Sowas, was Marios da gerade macht kannst du in deinem Studium auch machen.” oder so ähnlich versuchte mich mein Tutor zu kriegen. Seit dem hab ich im Fab Lab, auch außerhalb meines Studiums, viel Zeit verbracht und viel erlebt. Mittlerweile arbeite ich sogar da.

Ein Gewerk, das wir unter anderem im Lab (die Kennerin spricht nur von “Lab” [ˈlæb], das “Fab” ist stumm!) gebaut haben, hat es sogar in die Tagesschau geschafft. Eine Palme, aus Bettlattenrostlatten und Trocknerabluftschläuchen, Gehwegplatten, Stahl und ganz viel Licht und Elektronik.

Irgendwann lagen für dieses Projekt größere Mengen Bettlatten im Lager des Labs. Siegener*innen haben sehr viele Lattenroste kostenlos abzugeben, das haben wir uns zu Nutze gemacht (Achtung: Geheimtipp). Und diese Bettlatten wollten abgeschliffen werden, damit sie anschließend wieder mit weißer Farbe lackiert werden konnten. Weiße Farbe reflektiert sehr gut, kann man also gut mit Scheinwerfern anstrahlen. Die Latten sollten später zu Dreiecken verschraubt werden. Mehrere dieser Dreiecke aus leicht gebogenen Bettlatten aneinander geschraubt ergeben das Skelett eines Palmenblatts. Isso. Wenn man dann diese Blätter sternförmig an einen Metallstamm hängt bekommt man eine Spannweite von 9 Metern. In der Höhe bringt es die Palme auf viereinhalb Meter.

Nachdem die Lattenroste im Hasi mühsam zerlegt wurden, haben wir die extrahierten Bettlatten am Hintereingang des Labs mit den ineffizientesten Werkzeugen (Schwingschleifer und Schleifpapier) abgeschliffen, die wir finden konnten. Vielleicht hätte man mit dem Werkzeug normales Holz abschleifen können, aber nicht die fiese Beschichtung, die diese Bettlattenhersteller da aufgebracht hatten.

Menschen schleifen Holzlatten ab

Man schleift hinter dem Labor.

Wir stehen also am Hintereingang des Labs auf dem Parkplatz und kämpfen mit diesen Bettlatten. Da parkt ein Auto neben uns. Ein uns unbekannter Typ steigt aus. Vielleicht 40, leichtes Grinsen auf den Lippen. Als er von seinem Auto zu unsrer eher traurigen Ansammlung von mittelmäßig begabten “Handwerkern” läuft, ruft er süffisant in unsere Richtung: “Na, braucht ihr Hilfe?!”.
Wir versuchen ihn trotzig und frustriert zu ignorieren. Ich höre nanooq nur sagen: “Nein danke, wir kommen schon klar”.
“Ich hab da im Kofferraum vielleicht, was ihr braucht.” entgegnet der Fremde.
Da hält also ein wildfremder Typ, der zuuuuufällig im Kofferraum hat, was wir brauchen. Hm, is klar.
nanooq, doch etwas neugierig, folgt ihm und die beiden kommen mit mehreren Trennschleifern und Schleifscheiben zurück. Die mitgebrachten Schleifscheiben waren perfekt: Kreisförmig angeordnetes Schleifpapier, lamellenartig aufgeschichtet.

Mir dämmerte langsam, was hier ablief. Vergangenheits-Ich, danke! Ich hatte 1-2 Stunden vorher auf gut Glück in der Fab-Lab-Telegram-Gruppe nachgefragt, ob nicht jemand passendes Werkzeug für unsere Aktion hätte. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass da fremde Menschen mitlesen und sich auch noch angesprochen fühlen. Und die dann einfach mal den Kofferraum mit Werkzeug vollladen und bei uns aufschlagen. Ja läuft. Für die restlichen Latten brauchten wir dann noch eine Minute pro Latte. Davor dauerte es 10 Minuten. Das ergibt eine Arbeitszeitreduktion von 90%. Henry Ford würde im Grab einen Purzelbaum schlagen.

Die fertige Palme. Die mühsame Arbeit hat sich gelohnt. Kreative Gestaltung: Simon Budig. Ein Projekt von Menschen aus dem Hackspace Siegen und dem Lab.

Der Mann mit den Trennschleifern geht seit dem regelmäßig (wenn nicht dieses ver****** Virus wäre) im Lab ein und aus. Er ist nun “Teil der Community”. Und das ist das, was das Lab ausmacht. Die Community. Menschen treffen sich, tauschen sich aus, geben ihr Wissen weiter, bringen sich Neues bei.

Schaut doch mal in unserer Telegram-Gruppe oder unserem News-Kanal (auch Telegram) vorbei. Im Moment haben wir bis auf Weiteres einen eingeschränkten Betrieb, immer Mittwochs und nur für Uni-Angehörige (als auch Studierende). Bald können wir hoffentlich auch wieder für alle öffnen, damit ihr live und hautnah erleben könnt, was die Magie eines Fab Labs ausmacht. Das schreiben wir dann auch in die Telegramgruppe, auf unsere Website, Twitter, Facebook. Ihr kennt das. Bis auf Weiteres gelten unsere

Unsere Öffnungszeiten (mit Hinweisen wegen Corona)

Ab sofort: Lab-Öffnung für Angehörige der Uni Siegen immer Mittwochs

Liebe Community,

gute Nachrichten für ein paar von euch: ab sofort werden wir unser Studi-Lab auf alle Uni-Angehörigen ausweiten. Jede*r die/der an der Uni Siegen arbeitet oder studiert darf also Mittwochs von 10-16 Uhr unter Einhaltung der entsprechenden Hygienebedingungen zu uns kommen und selbstständig an ihren bzw. seinen Projekten arbeiten.

Da alle, die bei uns im Labor arbeiten wollen eine Sicherheitsunterweisung benötigen bieten wir diese Sicherheitsunterweisungen jeden Mittwoch um 10 Uhr an (meistens dauern diese circa 90 Minuten. Eine Anmeldung für die Unterweisungen ist nicht erforderlich.

Details zu Anmeldung und ein paar Antworten auf eventuelle Fragen findet ihr bei unseren Öffnungszeiten.

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte kann gerne unseren Telegram-News-Kanal oder unsere Mailingliste abonnieren.

Ein Koffer voll Herz

Am Anfang steht eine Geschichte. Eine Aufarbeitung von Gefühl, in Worte gefasst und in die Welt entlassen. „Du dunkles Herz“ von Tobias Gruseck kommt als ansprechendes rotes Heftchen daher und ist eine Geschichte über einen Koffer voll Geld, der Herzen verdunkelt. Doch bei der Promotion von Literatur kommt es auf mehr an, als auf den Inhalt des Textes. Ein Mythos drumherum ist gut, vielleicht ein exzentrischer Autor, ein Skandal. Oder ein Koffer, darin: Herzen. Berührt man eines der Herzen, oder das Eichenblatt daneben, hört man plötzlich Stimmen. Textpassagen, die zum berührten Gegenstand passen, ertönen sanft und wunderbar vorgetragen aus dem Koffer und machen Lust auf die Geschichte.

Multimedial und mit Liebe zum Detail wird hier eine Geschichte erzählt

Jenny und Simon haben sich der Präsentation des Werkes angenommen und den Koffer gebaut. Darin verkabelt ist ein Touch Board von Bare Conductive®, das über leitendes Garn mit Dingen verbunden ist, die in der Geschichte von Bedeutung und teilweise im 3D-Druck entstanden sind. Berührt man den Faden, schließt man den Stromkreis und die auf dem Chip gespeicherten und zuvor virtuos eingesprochenen Textpassagen werden abgespielt.

Literatur als haptisches Erlebnis

Vorgestellt wurde das alles zuerst in Bad Säckingen bei „Kunst trifft Handwerk“, einer jährlichen Outdoorveranstaltung am malerischen Trompeterschlößchen, dort, wo Deutschland und die Schweiz Touristenströme bündelten, bevor die Pandemie einzog. Der Titel der Veranstaltung passt auch hervorragend zu diesem haptischen Projekt, das literarischen Erguss mit begabter Tüftelei verbindet. Anzuschauen aktuell im Fab Lab Siegen.

Das Beckenbodensaugroboterrad

Wer schon mal im Freibad war, weiß, wie wichtig die gründliche Reinigung von Schwimmbecken ist. Früher schickte man da vielleicht Leute noch mit einem Lappen runter, heute machen sowas Beckenbodensauger, kleine wasserdichte Roboter aus Plastik und Elektronik, die sich nach Ladenschluss unermüdlich am Boden hin und her bewegen. Genau so einen hat das Freibad in Kaan-Marienborn und an dem war eins der Räder gebrochen.

Labmanager Marios, Frau Königsberg und Herr Wagner von der Stadt Siegen, Bürgermeister Steffen Mues, Betriebsleiter Dirk Räwel und Jonas vom Fab Lab, der das Rad gebaut hat. Foto:Stadt Siegen

Uns erreichte also eine Anfrage der städtischen Sport- und Bäderabteilung, ob wir da nicht was drucken könnten. Der ursprüngliche Hersteller war nicht mehr greifbar und ein neues Gerät hätte das coronabedingt ohnehin knappe Budget vermutlich gesprengt. Jonas und Marios haben sich also darum gekümmert, das alte Rad zunächst digital nachzubauen und dann in beständigem ABS auszudrucken. Der Bürgermeister war auch da und hat sich davon überzeugt, dass alles funktioniert – die Einsatzmöglichkeiten des Fab Lab Siegen kommen gut an. Ersatzräder sind nun also kein Problem mehr und der Roboter blickt so zuversichtlich nach vorn, er hat sogar einen Nebenjob im Hallenbad am Löhrtor angenommen!

Presseecho

10.07.2020 – wirSiegen
Freibäder: Ersatzrad für Poolreiniger kommt aus dem 3D-Drucker

13.07.2020 – Westfälische Rundschau
Siegen: Rad für Freibad-Pool-Sauger aus dem 3-D-Drucker

Corona-Update – Danke für eure Hilfe – Lab weiterhin geschlossen

Liebe Community,


wie ihr wisst, hatten wir in den letzten Wochen wegen der Covid-Pandemie geschlossen. Das bleibt leider auch weiterhin erstmal so. Wir können euch leider noch nicht sagen, wann wir den normalen Betrieb wieder aufnehmen. Das bedeutet, Open Lab und Sicherheitseinweisungen werden weiterhin nicht stattfinden können, das tut uns sehr leid. Wir vermissen euch auch!

Wie ihr aber sicher auch mitbekommen habt, waren wir in den letzten Wochen alles andere als untätig!

Unsere Idee der Ersthilfe mit Gesichtsvisieren hat anscheinend gut funktioniert. Alle, die wir damit ausstatten konnten, waren begeistert. Und langsam aber stetig kann der Bedarf an Gesichtsvisieren und Schutzausrüstung nun durch verschiedene Anbieter gedeckt werden. Das Hochfahren einer solchen industriellen Produktion dauert natürlich etwas und genau da konnten wir unsere Stärke als Fabrikationslabor mit 3D-Druckern und einem Laser-Cutter ausspielen.

Nur einige der produzierten Visiere

Ein Stapel eingepackter Folien, daneben die bereits montierten Visiere.

Das haben wir alles nicht alleine geschafft. Wir haben von vielen Seiten Sach- und Geldspenden erhalten, um die Visierproduktion überhaupt durchführen und am Laufen halten zu können. Auch für kommende Situationen in Sachen Corona bleiben wir so flexibel, um helfen zu können.
Es wurden zum Beispiel Produktionsmaterialien wie Folien und Filament gespendet.

Als Knotenpunkt in Siegen konnten wir viel bewegen und agierten auch über die Grenzen der Region hinaus, wie mit dem Landkreis Altenkirchen.

Besonderen Dank möchten wir mit der namentlichen Nennung unserer Spenderinnnen und Spender ausdrücken:

Zudem ist die Unterstützung auf Seiten der Universität sehr stark. Wir danken allen Universitätseinrichtungen und Gremien, die uns stets hilfreich zur Seite stehen!

fablab-siegen.de in neuem Glanz

Wir haben in den letzten Wochen nicht nur mit Gesichtsvisieren aus dem Lab gegen die Covid-19-Pandemie gekämpft, sondern parallel auch eine neue Website für euch und das Lab gebastelt. Ihr badet gerade eure Hände darin! Viel Spaß beim Klicken/Touchen und gebt gerne Feedback über die bekannten Kanäle bzw. an .

Für die Ungeduldigen: Ganz am Ende dieses Beitrags findet ihr eine Übersicht, was neu ist und was noch kommt. Für die anderen folgt eine kurze Geschichte darüber, was wir uns dabei gedacht haben und was alles zu so einem Website-Neustart (neudeutsch: Relaunch) gehört.

Es folgt eine Beschreibung unseres “Entwicklungsprozesses”. Viel wurde nicht programmiert, aber zusammengesteckt. Und das will auch getan werden!

Der Entwicklungsprozess

Erstmal hatten wir vor ein paar Wochen einen Workshop, um herauszufinden in welche Richtung die neue Website zeigen soll. Was wir alles auf der neuen Website haben wollen und wen wir wie damit erreichen wollen. Dazu haben wir uns folgende Fragen gestellt:

  • Welche Informationen wollen wir auf der Website haben?
  • Wen möchten wir erreichen?
  • Wie könnte die Website aussehen?
  • Wie wollen wir die Informationen ablegen?
Eingedampfte Workshop-Mindmap

Herausgekommen ist eine Website auf Basis der Blogsoftware WordPress. Das schien uns vom Funktionsumfang und von der Erweiterbarkeit mit Plugins am Sinnvollsten. Die Bedienung von WordPress war für einige im Team auch kein neues Terrain und wir hatten ungefähr eine Idee, was wir mit WordPress alles erreichen können. Unsere Anforderungen waren erfüllt:

  • Abgehangene Software, die regelmäßig mit Updates versorgt wird, damit auch alles möglichst sicher ist
  • Automatisiertes Anzeigen von Veranstaltungen im Lab
  • Bildergalerien, um das Lab auch virtuell präsentieren zu können
  • Automatisiertes Anzeigen von Forschungsergebnissen (Eine Liste von Veröffentlichungen, die im Rahmen des Labs entstanden sind)
  • Einfache Kontaktaufnahme
  • Einfaches Bearbeiten der Inhalte durch das Lab-Team
  • Schreiben von Beiträgen, zum Beispiel Projektberichten durch die Community
  • Die soziale Komponente: Besucher sollen Beiträge kommentieren können und einfach mit uns in Kontakt treten können
  • Mehrsprachigkeit
  • Datenschutzkonformität

Teamkoordination in diesen Zeiten

Erstmal haben wir dann damit begonnen ein Team zu formen, das die Website Stück um Stück aufbaut. Wir haben bestehende Inhalte auf die neue Website übertragen, eine Menüstruktur angelegt und die Startseite gestaltet.

Kanban

Organisiert haben wir uns in einem Kanban-Board (davon gibt es zuhauf Online-Lösungen, nehmt das, was euch am Besten taugt). Wir haben uns, als es in die heiße Phase ging, coronabedingt täglich Online audiovisuell getroffen und uns über die aktuellen Aufgaben ausgetauscht. Ab und an kam auch mal ein geteilter Bildschirm zum Einsatz. Es hat sich gezeigt, dass es eine gute Idee ist das Kanbanboard mittels geteiltem Bildschirm für alle sichtbar zu machen, damit auch alle wissen, welche Aufgaben-Karte bzw. Ticket gerade diskutiert wird. In den Karten wurden die aktuellen Entwicklungen innerhalb einer Aufgabe dokumentiert und Bilder oder Dokumente abgelegt. So enstand auch gleichzeitig eine Dokumentation der Entwicklung.

Das 80/20-20/80-Syndrom

Wie zu erwarten war schlug auch bei uns die 80/20-Regel zu, die der ein oder anderen sicher ein Begriff ist. 80 Prozent der Arbeit ist in 20 Prozent der Zeit erledigt. Die letzten 20 Prozent brauchen dann 80 Prozent der Zeit. Wenn du glaubst, du hast es, dann geht es erst richtig los.

Die Inhalte waren relativ schnell übertragen. Dann ging es aber daran Plugins für die Kalenderintegration, die Bildergalerien und die Datenschutzkonformität zu finden und Inhalte auf Aktualität zu überprüfen und zu erweitern. Und alles muss auch irgendwie zusammengesteckt werden, so dass der Seitenaufbau für Besucherinnen und Besucher Sinn ergibt und sich Informationen einfach finden lassen. Wo schreibt man überall die Öffnungszeiten hin, damit sie auch jeder findet?

“Aber die stehen doch schon im Menü unter Öffnungszeiten?!”

Ja, aber…. das reicht manchmal nicht. Wir haben uns Mühe gegeben, die Informationen also so zu sortieren, wie es uns sinnvoll erschien. Ein paar Nutzerinnentests haben wir nun auch schon hinter uns, ein bisschen sind wir jedoch auch auf eure Hilfe angewiesen. Schreibt uns, sprecht uns an, sagt, wenn ihr was nicht findet, oder euch stört. Das hilft enorm! ->

Die jetztige Version bietet zumindest augenscheinlich wenig Neues. Man könnte also auch sagen: alter Wein in neuen Schläuchen.

Mit Soße und scharf (das ist neu!)

Aber halt, wir haben auch Neues!

  1. Wir haben nun eine Übersicht der Veranstaltungen im Lab (wird noch schicker)
  2. Studierende können sich einen Überblick verschaffen, welche Lehrveranstaltungen wir anbieten
  3. Wir haben einen eigenen Bereich für Pressevertreter (wird noch ausgebaut)
  4. Es gibt eine bessere Übersicht über aktuelle und vergangene Forschungsprojekte im Lab (zu den wissenschaftlichen Veröffentlichungen hier lang)
  5. Der Bereich Arbeitssicherheit wurde überarbeitet
  6. Es gibt eine Übersicht über die Maschinen und Technologien, dir wir als Lab anbieten können
  7. Ein abonnierbarer Kalender

Und was bringt die Zukunft?

Wir haben uns noch ein paar Funktionen vorgenommen, die in den nächsten Wochen folgen werden:

  1. Eine englischsprachige Version der Seite – wir haben nämlich immer mehr internationale Gäste und Kooperationspartner, die darauf angewiesen sind
  2. Möglichkeit der Community selbst Beiträge zu schreiben
  3. Schönere Darstellung der Termine/Veranstaltungen
  4. Ein Pressekit für MedienvertreterInnen
  5. Eine Übersicht absolvierter Abschlussarbeiten von Studierenden

Und viele Kleinigkeiten stehen auch noch auf unserer Agenda. Stay tuned und viel Spaß!