3D-Druck im Studium

Möchtet ihr im Studium mehr über 3D-Druck lernen und selbst Projekte mit solchen Technologien umsetzen? Wir freuen uns, wieder mit dem Lehrstuhl für Produktentwicklung zusammenarbeiten und dessen Veranstaltung “Fachlabor Additive Fertigung” für einige interdisziplinäre Studierende öffnen zu können. Teile der Veranstaltung werden auch bei uns im Fab Lab stattfinden. Interesse an einer Teilnahme? Schreib uns an!

Lehre im Wintersemester / Teaching in the Winter Semester

In den letzten Wochen wurden wir immer wieder darauf angesprochen, wie es dieses (Winter-)Semester um Lehrveranstaltungen im/mit dem Fab Lab steht. Wir freuen uns sehr über das Interesse und möchten diesem natürlich Rechnung tragen.

Da im Moment hinter den Kulissen um das Lab viel passiert (neue Maschinen, neues Personal und vielleicht sogar ein Umzug), können wir im Wintersemester keine eigenen größeren Seminare anbieten. In Kooperation mit dem Lehrstuhl CSCW & Social Media ist es jedoch möglich, das Seminar Kooperative/Soziale Medien und Mensch-Computer-Interaktion zu belegen und in seinem Rahmen Lab- und Maker-nahe Themen zu bearbeiten. Wer Interesse hat, ist herzlich zur Infoveranstaltung am Montag den 23.10. um 16:00 im Raum US-F104 eingeladen! Hier werden mögliche Themen und Projektkontexte vorgestellt.

In English

Multiple students have asked us about courses in the Fab Lab for this Winter Semester. Behind the scenes, there is a lot going on with the Lab: We’re getting new machines, new personell and may even move. This means that we cannot host a big seminar on our own. However, it is still possible to work on Lab- and Maker-related topics during the Winter Semester: We are pleased to announce a cooperation with the chair for CSCW & Social Media by way of the Seminar on Cooperative Social Media and HCI. Students interested in the Fab Lab and Maker-topics are invited to come to the info event on Monday, Oct. 23rd, 4pm in room US-F104 where we will share infos about possible projects and topics!

Fab Lab Siegen in Regensburg – Ein Makerspace auf der Mensch und Computer Konferenz 2017

Was stellen vier Personen mit einem Kombi, viel Gepäck, diversen Kisten voller Kram, einem 3D-Drucker, Virtual Reality-Equipment, Moderationskoffer und Werkzeugkisten an? – Richtig. Tetris spielen.

Am Samstag, 09.09.2017 am Nachmittag haben wir einige der schönsten Schätze und ein wenig Hardware aus dem Fab Lab gepackt und uns auf den Weg nach Regensburg zur Mensch und Computer (MuC) Konferenz gemacht, die vom 10.-13.09.2017 stattfand. Dort treffen sich alljährlich Interessierte und Experten aus den Bereichen Human Computer Interaction, User Experience und Usability. Nicht nur ProfessorInnen, ForscherInnen und Studierende können sich über ihre Forschungsergebnisse und – projekte austauschen, sondern auch VertreterInnen unterschiedlicher Unternehmen und EntwicklerInnen sind vor Ort, um Kontakte zu knüpfen, Inspiration zu sammeln und sich zu informieren.

Im Fokus einer solchen Konferenz stehen eingereichte schriftliche Beiträge in Form von wissenschaftlichen Papern sowie Postern zu einem bestimmten Thema, deren Inhalte als Präsentationen vorgestellt werden. Zusätzlich finden Workshops statt. Das Fab Lab Siegen sollte in einem solchen Workshop vertreten sein. Passend zum Thema der Konferenz „Spielend einfach interagieren“ haben wir uns für einen offenen Makerspace entschieden, der an einem der Konferenztage jederzeit besucht werden konnte.

Zusammen mit engagierten Mitgliedern aus dem Hackspace Regensburg – der Binary Kitchen – haben wir am Montag den tristen Betonlook des Tagungsgebäudes an der Universität Regensburg in einen bunten und blinkenden Ort verwandelt, der dazu einlud sich zwischen Kaffee und Vorträgen interaktiv über Fab Labs, Hackspaces und die Maker-Culture zu informieren. Unter dem Motto „Make – Hack – Learn – Share“ konnten die BesucherInnen in Virtual Reality 3D-Modelle erstellen, die sie sich anschließend entweder mit der Microsoft HoloLens als Augmented Reality Hologramme in die reale Welt stellen oder sogar mit den 3D-Druckern ausdrucken konnten. Unterschiedliche Exponate und Projekte aus dem Fab Lab sorgten für allgemeines Staunen und Interesse. Die Aufmerksamkeit haben aber vor allem auch die vielen Licht-Spielereien der Binary Kitchen auf sich gezogen. In einem Mini-Löt-Erlebnis konnten die KonferenzteilnehmerInnen sich eine eigene blinkende Wäscheklammer zusammenbauen.

Der Makerspace war das erste Mal auf der Mensch und Computer Konferenz vertreten und ein voller Erfolg. Die BesucherInnen waren begeistert und nach der positiven Resonanz waren wir hoffentlich nicht das letzte Mal dort.

Closed for Maintenance

Aufgepasst – vom 01.08.2017 bis 30.09.2017 schließt das Fab Lab Siegen. In diesem Zeitraum werden wir Umstrukturierungen durchführen, neue Maschinen aufstellen, die alten Geräte warten und die Sicherheitsmaßnahmen überarbeiten. In dieser Zeit wird kein Open Lab stattfinden können und auch Projekte und Treffen im Lab sind nicht oder nur mit Einschränkung und nach vorheriger Absprache möglich.

Hintergrund der Schließzeit ist das hohe (und steigende) Aufkommen von BesucherInnen, Lehrveranstaltungen, Kooperationsprojekten, Events und der Gästeanzahl im Open Lab. Nach nun ca. einem Jahr Betrieb in unseren Räumen im Keller des “ehemaligen Stadtkrankenhauses” brauchen sowohl Labor als auch die BetreuerInnen etwas Zeit um auf die Entwicklungen zu reagieren und das Labor selbst weiterzuentwickeln, sodass wir hoffentlich ab dem Wintersemester wieder für euch einsatzbereit sind.

Fab Lab: Closed for Maintenance

After about one year of operations in our new space, Fab Lab Siegen needs a break to update its infrastructure, organizational structure and its safety concept. We are closing from 2017-08-01 until 2017-09-30 and hope to be operational again for the winter semester.

Kooperationsprojekt FAB101

Wir sind am 1. März 2017 mit unserem Kooperationsprojekt FAB101 in die Startlöcher gegangen, in wir uns mit dem Potenzial digitaler Fabrikationsinfrastrukturen (Fab Labs) für die interdisziplinäre Hochschullehre der Zukunft beschäftigen werden. Wir freuen uns sehr über die Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und natürlich auf die Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen, der Universität Bremen und der Folkwang Universität.

Über das Projekt

Im Projekt sollen empirische Studien zum Stand der Wissenschaft und Praxis zu Fab Labs in der Hochschullehre durchgeführt werden, die anschließend in exemplarische Konzepte und Formate für verschiedenste Studiengänge überführt werden können. Die Projektpartner arbeiten hierbei sowohl standortbezogen, als auch hochschulübergreifend. Das Erarbeiten von Standards, Empfehlungen und Erfahrungswissen zur Organisation und Governance von Fab Labs als breit zugängliche, neuartige Infrastruktur an Hochschulen hat ebenfalls hohe Priorität.

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Ausschnitt Projektposter FAB101

Die Projektpartner

Die RWTH hat im Jahre 2009 das deutschlandweit erste Fab Lab gegründet. Ihr Schwerpunkt liegt in der Mensch-Technik-Interaktion. Prof. Dr. Jan Borchers von der Media Computing Group ist Ansprechpartner dieses Standortes.

Die Universität in Bremen legt ihren Fokus auf Didaktik und wird in diesem Projekt von Prof. Dr. Heidi Schelhowe, Leiterin der Arbeitsgruppe dimeb, repräsentiert.

Die Folkwang Universität, vertreten durch Prof. Stefan Neudecker (Leiter der Professur “Design by Technology”) bereichert uns mit ihrer Erfahrung mit werkstattbasierter Lehre aus der Perspektive von Kunsthochschulen.

Unsere Universität in Siegen sieht ihre Stärken in der Kooperationsforschung. Prof. Dr. Volkmar Pipek vom Lehrstuhl Computerunterstützte Gruppenarbeit und Soziale Medien leitet den Verbund.

Da an allen vier Standorten bestehende Fab Labs zur Verfügung stehen, die jeweiligen Schwerpunkte der beteiligten Forschungsgruppe aber variieren, wird in einem vergleichbaren und dennoch breit aufgestellten Verbund praxisnah geforscht.

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Lehr-Angebote Fab Lab Siegen Sommersemester 2017

Stellenweise schon angeteasert hier nun das Lehr-Angebot im und um das Fab Lab Siegen fürs Sommersemester 2017. Beachtet bitte, dass die Veranstaltungen teilweise noch nicht belegbar sind – das hat prozessbedingte Gründe und sollte sich in den nächsten Tagen erledigt haben. Wir aktualisieren diesen Beitrag wenn es soweit ist.

Anrechenbar in Studiengängen sind alle drei Veranstaltungen für die HCI und Wirtschaftsinformatik als “Kombiseminar”. Auch dies hat in erster Linie formale Gründe, denn wie immer sind auch alle anderen interessierten Menschen prinzipiell herzlich willkommen solange der Platz reicht. Sprecht uns also ggf. einfach an!

FAB101 Reading Class

Thema: Community Innovation & Digital Fabrication in HCI & CSCW

Was: Forschungsseminar aus dem Forschungsprojekt “FAB101”. Es werden Publikationen zum Oberthema der LV gelesen, vorgestellt und diskutiert sowie ggf. aufbauende Forschungs- und Lehr-Aktivitäten entwickelt.

Für wen: Alle MitarbeiterInnen “FAB101”, geöffnet für PromovendInnen und Master-Studierende mit kompatiblem Forschungsinteresse.

Unterthemen: Grundlagen des Siegener Verständnisses von Mensch-Computer Interaktion und Computerunterstützter Gruppenarbeit, Basistexte zu digital fabrication, Fab Labs und community innovation. Weitere Themen aus dem Forschungsprojekt.

Details, Zeiten und Formalia hier im LSF

Produktentwicklung 3:

Was: Veranstaltung aus dem Maschinenbau, geöffnet für HCI-ler und Erweiterung des Blickwinkels “Produktentwicklung” um UX, NutzerInnenstudien, Partizipation sowie Rapid Prototyping.

Für wen: Menschen mit Interesse an der nutzerzentrierten Entwicklung in ingenieursmäßigen Kontexten und/oder am Grenzbereich “Bits to atoms” (digital fabrication, rapid prototyping, …)

Ablauf: Wöchentliche Termine am PB-Campus, punktuell Termine im Fab Lab. Semesterbegleitendes (Gruppen-)Projekt. Es existieren bereits Themenvorschläge für die Projekte.

Details, Zeiten und Formalia hier im LSF.

Lab Lab

Was: Das Fab Lab Siegen und artverwandte Communities sind lebende Projekte. Menschen und Ausstattung ändern sich immer wieder, Dinge werden repariert, gehackt oder umgebaut, der Raum wird der Nutzung angepasst und die Nutzung passt sich auch auch dem Raum an. Das “Lab Lab” soll Raum dafür geben, sich gemeinsam, systematisch und regelmäßig mit dieser Fluidität auseinanderzusetzen.

Themen: Projekte / Gruppenprojekte zur Weiterentwicklung des Labs (neue Maschinen, Nutzungskonzepte, Innen- und Außenarchitektur), Mediengestalterische Arbeiten im Umfeld Fab Lab, empirische Arbeiten (z.B. Mitarbeit an einer aktuellen Publikation über die Institutionalisierung offener Werkstätten), Weiterentwicklung von Lab-Prozessen und Governance, … Eigene Themen sind gern gesehen!

Für wen: Menschen mit Erfahrung im Arbeiten mit und in (offenen) Werkstätten, Labors, Innovations-Communities und Interesse daran, sich im Lab einzubringen.

Details, Zeiten und Formalia hier im LSF

“Garbage · Environment · Design” – mit Kunst gegen Wegwerfen

Im Rahmen des Kooperationsprojektes „Garbage · Environment · Design“ reisten Sarah und Marios, zwei unserer Studierenden, vergangenes Jahr im September nach Palästina. Das zweiwöchige Projekt, das vom Goethe-Institut in Ramallah organisiert wurde, sollte der dort herrschenden Wegwerfkultur im öffentlichen Raum aus Europa entgegenwirken und eine Brücke zwischen Konsum und Kunst bilden. Dazu sollten Ansätze des “Upcycling” genutzt werden, die aus Altem wieder Neues machen.

Jeweils zwei Studierende aus Deutschland, Frankreich und Palästina waren an dem interkulturellen Projekt beteiligt und haben in einem Workshop die Ausstellung entworfen und passende Exponate gebaut. Im Rahmen des zehntägigen Aufenthalts vor Ort sollten durch Upcycling kollaborativ Prototypen aus Alltagsgegenständen hergestellt werden, um auf alltägliche Umweltprobleme aufmerksam zu machen. Hierbei profitierte das Projekt vom Input von anderen palästinensischen und internationalen ExpertInnen aus den Bereichen Design, Kunst, Erziehung und Architektur.

Das Material wie Paletten, Yton Steine und Plastik Flaschen wurden direkt von der Straße aufgelesen und waren nur ein Teil unzähliger genutzter Ressourcen.
Ein Beispiel für die effektive Materialnutzung sind die hängenden Gärten bestehend aus zwei grünen Flaschenwänden mit Minze bepflanzt, die zur Begrüßung der Ausstellungsbesucher am Haupteingang des Goethe Instituts aufgebaut wurden. Die Ergebnisse wurden im deutsch-französischen Kulturraum zur interkulturellen Diskussion und für Experimente ausgestellt.


Zusätzlich fand während des Besuches der Studierenden in Palästina der Aktionstag „Kunst und Konsum“ statt, bei dem die Bewohner aktiv und gemeinsam ein Stück Land von Müll und Unrat befreien sollten.

Ziel des Projektes war es, Bürgerrechte, aber vor allem auch Bürgerpflichten zu vermitteln und speziell Jugendliche vor Ort zu mobilisieren, zivilgesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Das Projekt wurde unter anderem in Kooperation mit Vecbox, dem ersten palästinensischen Makerspace durchgeführt, die die lokale Expertise mitbrachten.

Sarah und Marios konnten bereits auf Erfahrungen im Westjordanland, die sie im April letzten Jahres im Rahmen des Kooperations- und Austauschprojektes Yallah vor Ort sowie durch das Projekt come_IN sammeln konnten, zurückgreifen.

Ausstattung: 3D-Drucker

Bei uns im Fab Lab Siegen findet ihr aktuell zehn 3D-Drucker (ein weiterer ist in der Bestellung), die wir euch nachfolgend vorstellen wollen. Die Drucker beziehungsweise die Verfahren, mit denen diese Drucker arbeiten, lassen sich in drei Kategorien einteilen:

1. Schmelzschicht-Verfahren (Fused Deposition Modeling, kurz FDM)

Das FDM-Verfahren ist wohl eines der bekanntesten Verfahren im 3D-Druck. Bei dem Verfahren werden Theropolymene (Plastik) durch Erwärmung geschmolzen und dann Schicht für Schicht mit einer Düse auf eine Fläche aufgetragen. Durch die anschließende Abkühlung erhärtet sich das Material.

Die Drucker, die mit dem Schmelzschicht-Verfahren arbeiten, besitzen meist nur einen Extruder, so dass man lediglich einfarbig drucken kann. Druckbare Materialien sind zum Beispiel PLA (nicht rohöl-, sondern stärkebasiert, biologisch abbaubar) oder ABS (festeres Material aus dem z.B. Legosteine gefertigt werden). Mann kann aber auch mit PET oder vielfältigen Kunststoffmischungen arbeiten, bei denen man zum Beispiel PLA mit Materialien wie Holz, Metall oder Carbonfasern kombiniert.

Hier nun ein kleiner Überblick über die 3D-Drucker, die dieses Verfahren nutzen und die im Lab zu finden sind:

Ultimaker

Der Ultimaker2 Extended zählt zu den größten Druckern im Fab Lab, insbesondere was die Höhe angeht. Er arbeitet sehr zuverlässig, weswegen er uns schon auf zahlreiche Events begleitet hat. Mittlerweile haben wir per Leihgaben zeitweise auch Zugriff auf zwei kleinere Ultimaker:

Makerbot

Insgesamt stehen im Lab zwei Makerbots: ein Replicator Dual und ein Replicator 2X. Die Geräte wurden als erste 3D-Drucker angeschafft und sind auf Grund ihres Alters und langjähriger Nutzung etwas anfällig, was Störungen und Fehler betrifft. Der Replicator Dual (aus Holz) besitzt zwei Extruder und ermöglicht somit den Druck mit zwei Farben oder zwei Materialien (praktisch, wenn man z.B. ein anderes Material als Supportmaterial nutzen möchte).

Printrbot Simple

Ebenfalls einer der ersten Drucker, der für das Fab Lab angeschafft wurde, war der Printrbot. Er ist klein und unscheinbar, wird jedoch auch von vielen unterschätzt, denn er ist nicht nur sehr kompakt, sondern auch extrem solide. Gedruckt wird auf einer Aluminiumplatte (damit das PLA besser daran haftet, nutzen wir Bluetape).

Der Printrbot druckte auf dem “Tag der Technik” einen voll funktionsfähigen Rollgabelschlüssel am Stück (inkl. Mechanik).

Lulzbot

Der Lulzbot bietet eine große Grundfläche, bestehend aus einem beschichteten Glasdruckbrett. Er hat wechselbare Köpfe für verschiedene Materialien und zwei Extruder, so dass auch hier mit zwei Farben beziehungsweise mit zwei Materialien gearbeitet werden kann.

Aya

Bei Aya handelt es sich um einen Delta-3D-Drucker, der von Studierenden gebaut wurde und besonders schnell drucken kann. Mehr über Aya erfahrt ihr in unserem separaten Blogbeitrag.

2. Schmelzschicht-Verfahren mit Verbundmaterialien

Ein weiterentwickeltes Schmelzschicht-Verfahren nutzen die beiden Drucker von Markforged bei uns im Lab: der Mark One und der Mark Two. Bei dem Druck wird ebenfalls das FDM-Verfahren genutzt, jedoch werden die Kunststoffe mit Fasermaterialien kombiniert, wodurch die Gesamtmaterialeigenschaft opimiert wird und sehr stabile Drucke entstehen.

Als typisches “Grundmaterial” wird Nylon (ein Polyamid) genutzt, da es sehr flexibel und reißfest ist. Gängige Zusatzmaterialien sind zudem Fieberglas (stabil, günstig), Kevlar (abriebfest) und Carbon (fest, steif und stabil).

Beide Drucker arbeiten sehr zuverlässig und sauber, allerdings sollte man bereits Erfahrung mit 3D-Druckern haben, wenn man mit den Geräten arbeiten möchte.

3. Stereolithografie-Verfahren (SLA)

Bei dem letzten Drucker handelt es sich um einen Form Labs Form 1+, der mit einem Verfahren arbeitet, das sich Stereolithografie nennt. Das Verfahren unterscheidet sich vollständig von den eben beschrieben Druckverfahren, ermöglicht jedoch einen sehr präzisen und feinen Druck. Der Druck wird in einem flüssigen Photopolymer-Bett gebildet und mit Hilfe eines UV-Lasers gehärtet. Eine ausführliche Erläuterung des Verfahrens findet ihr hier.

Auch bei diesem Verfahren ist die Nutzung verschiedener Materialien, z.B. für das Erstellen von Gussformen optimiert, möglich. Es ist jedoch immer eine manuelle Nachbereitung notwendig, bei der zum Beispiel das Supportmaterial entfernt werden muss.
Auf dem rechten Bild seht ihr einen fertigen Druck (ohne Nachbereitung, die feinen Stützstrukturen, die das gedruckte Objekt halten, müssen von Hand entfernt werden):

Studentische Hilfskräfte für Projekt “FAB101” gesucht

Vier Studentische Hilfskräfte für das Projekt FAB101 gesucht, das sich mit dem Potenzial von Fab Labs, der Maker Culture und digitaler Fabrikation für die Hochschullehre der Zukunft auseinandersetzen wird. Gesucht wird Unterstützung in den Bereichen Community-Arbeit und Gestaltung / Forschungsassistenz / Assistenz der Projektkoordination sowie Technik und Entwicklung.

Vollständige Stellenausschreibung als PDF

Das Forschungsprojekt FAB101 startet im März 2017 und wird sich für drei Jahre mit dem Potenzial digitaler Fabrikationsinfrastrukturen (Fab Labs, Maker Culture, etc.) für die interdisziplinäre Hochschullehre befassen. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt der RWTH Aachen, der Uni Bremen, der Folkwang Uni sowie der Uni Siegen, die den Verbund leitet. Im Projekt werden empirische Studien zum Stand der Wissenschaft und Praxis durchgeführt werden, die anschließend in Lehrkonzepte und exemplarische Lehrformate für verschiedenste Studiengänge überführt, durchgeführt und evaluiert werden, wobei sowohl standortbezogen als auch hochschulübergreifend zwischen den Projektpartnern vorgegangen werden soll. Weiterhin sind Arbeiten zur Governance wie z.B. die Einbettung der entwickelten Lehrkonzepte in verschiedene Studiengänge, Sicherheitsaspekte oder zur Organisation von Fab Labs als Infrastruktur an Hochschulen vorgesehen. Auch die notwendige IT-Infrastruktur (z.B. technische Unterstützung der Lehre oder Zugangs- und Lernfortschritskontrollsysteme für Fab Labs) soll im Projekt betrachtet und teilweise entwickelt werden.

Im Projekt sind Stellen für vier studentische Hilfskräfte SHK bzw. WHB mit je neun Arbeitsstunden pro Woche für folgende Bereiche vorgesehen:


Community-Arbeit und Gestaltung: Betreuung verschiedener Kanäle zur Öffentlichkeitsarbeit und zum Dialog mit unterschiedlichen Communities (Social Media, Telegram, Mailinglisten, Networking-Events, etc.) sowie gestalterische Arbeiten wie z.B. die Erstellung von Visualisierungen, Logos, Broschüren, etc.

KandidatInnen sollten Erfahrungen in der Mediengestaltung und in kommunikations-bezogenen Arbeitsfeldern vorweisen können.

Forschungsassistenz: Unterstützung bei der Durchführung v.a. qualitativer Forschungsaufgaben wie z.B. Transkription von Interviews, Literaturrecherche, aber auch selbständige Durchführung empirischer Forschungsarbeiten, Mitwirkung bei der Analyse sowie beim Verfassen wissenschaftlicher Publikationen.

KandidatInnen sollten Erfahrung mit der selbständigen Durchführung qualitativer (ggf. auch mixed-methods) Forschungsmethoden vorweisen können.

Assistenz der Projektkoordination / Forschungsassistenz: Unterstützung bei Aufgaben zur Organisation und Steuerung der Projektarbeiten wie z.B. Vorbereitung von Telefonkonferenzen, Protokollführung, Organisation von Meetings, Material-bestellungen, etc. In Projektphasen mit hohem Forschungsvolumen zusätzlich Übernahme von Aufgaben aus dem Bereich der Forschungsassistenz.

KandidatInnen sollten Erfahrung im Projektmanagement / Projektassistenz und idealerweise auch Kenntnisse in Forschungsmethoden vorweisen können.

Technik und Entwicklung: Entwicklungsarbeiten im Bereich der digitalen Fabrikation und der integrierten (Mikro-)Elektronik. Insbesondere sollen konkrete Lehr-/Lern-Projekte zur Verwendung in Lehrveranstaltungen entwickelt werden. Zusätzlich sind Entwicklungsarbeiten zu unterstützenden Tools wie z.B. eines Nutzungs-Kontroll-Systems für Fab Lab-Maschinen auf NFC-Basis vorgesehen.

KandidatInnen sollten Erfahrung mit der Entwicklung auf Basis verbreiteter Systeme wie z.B. Arduino oder Raspberry Pi mitbringen. Kenntnisse im Bereich der digitalen Fabrikation (z.B. Bedienung von 3D-Druckern oder anderen computergesteuerten Fertigungsmaschinen) sind wünschenswert aber nicht unbedingt erforderlich.


Von allen KandidatInnen wird Selbständigkeit, Eigenmotivation und Zuverlässigkeit sowie ein gutes, (pro-)aktives Kommunikationsverhalten erwartet. Geboten werden weitgehend freie Zeiteinteilung, Rücksichtnahme auf Bedürfnisse im Studium, Zugriff auf sehr gute Ausstattung (u.a. Fab Lab Siegen mit 3D-Druckern, Fräsen, Lasercutter, etc.) und die Möglichkeit, Projektarbeiten mit eigenen Forschungs- oder studiumsbezogenen Interessen zu verknüpfen.  Wir wünschen uns eine möglichst langfristige Zusammenarbeit (bis hin zur Projektlaufzeit von drei Jahren ab März 2017).

An Bewerbungsunterlagen sollten ein kurzer Lebenslauf, ein kurzes persönliches Anschreiben / Statement (maximal 1/2 Seite) sowie – falls vorhanden – gerne auch Arbeitsproben (sehr gute eigene Studien- oder Abschlussarbeiten, eigene Projekte, eigene Artikel o.Ä.) eingereicht werden.

Da die Einstellungen der Hilfskräfte bis zum 01.03.2017 erfolgen sollen, werden die Gespräche mit den KandidatInnen sowie am 26. und 27.01.2017 stattfinden, sodass die für die Einstellung erforderlichen Dokumente aufgrund der notwendigen Fristen noch im Januar unterzeichnet werden können. Bewerbungsschluss ist daher der 24.01.2017.

Ausstattung: Elektrowerkzeug & IT

Nachdem wir alle großen Geräte, die aktuell im Lab zu finden sind, vorgestellt haben, wollen wir mit diesem Blogbeitrag einen kurzen Überblick über die zur Verfügung stehenden Elektrowerkzeuge und die IT-Ausstattung geben.

Da wäre zunächst die große Lötstation (s. rechts auf dem letzten Bild oder Titelbild), die neben zwei normalen Lötkolben (150W) noch mit einem Entlötwerkzeug sowie mit einem Heißluftlötkolben ausgestattet ist, mit dem zum Beispiel SMD-Löten möglich ist. Zusätzlich befindet sich an der Station auch eine Lötrauchabsaugung.

Neben der Lötstation gibt es noch ein Oszilloskop, ein Labornetzteil, diverse Microcontroller und Handmultimeter sowie zahlreiche Bauteile, sortiert und beschriftet in diesem Wagen:

Auf eine große, eigenständige Elektrowerkstatt wurde bewusst verzichtet, stattdessen möchten wir eng mit dem Studentischen eLab zusammenarbeiten, das bereits über eine vielfältige, professionelle Ausrüstung verfügt, wie zum Beispiel eine Platinenfräse.

Vielleicht noch ganz interessant zu wissen ist, dass es im Lab auch schaltbare Steckdosen, sogenannte Plugs, gibt. Diese messen den Verbrauch und dienen zur Analyse, zu Forschungszwecken und zur Entwicklung eines möglichen Preismodellen.

IT-Ausstattung

Im Lab findet ihr als “festen” Rechner einen 27-Zoll-großen iMac mit Retina-Display, der zum Beispiel zur 3D-Modellierung oder zum Schnitt von 4k-Videos genutzt werden kann. Außerdem gibt es einen großen, transportablen Workshop-Koffer, der mit fünf Surface Pro 4 sowie mit fünf Mac Books, einigen Mäusen und 3D-Mäusen gefüllt ist und uns schon auf einige Veranstaltungen wie den Tag der Technik begleitet hat. Neben einem klassischen Beamer gibt es auch einen Multitouchtisch (Samsung SUR40).

Hier seht ihr nochmal den Rechner (der nun auf einem eigenen Tisch an anderer Stelle steht) und die Lötstation: